» AKTUELL
» BRAUCHTUM
» VORSTAND
» MITGLIEDER
» FOTOGALERIE
» VIDEOS
» GÄSTEBUCH
» SPONSOREN
Steger
Eliah- Obmann
39030 St. Jakob /
Ahrntal
Stolzlechner Maximilian
Schriftführer
39030 St. Jakob / Ahrntal
| Brauchtums- und Freizeit-Verein St. Jakob |
|||
In die Zeit des Herbstes fällt der Jougiba Kischta, der mit einem besonderen Brauch verbunden ist, dem Kischtamichl. Wie alt dieser Brauch ist, lässt sich nicht mehr genau nachweisen. Wir wissen allerdings, dass dieser Brauch in den ladinischen Nachbardörfern weniger bekannt ist, so kann angenommen werden, dass er mit größter Wahrscheinlichkeit bajuwarischen Ursprungs ist. Die Herkunft des Namens kann auch nicht eindeutig geklärt werden. Da aber der Kirchtag oft gleichgesetzt wird mit einem Erntedanktag, könnte es sein, dass der Name Michl an den großen („Michel“) Wodan, den Erntegott, erinnert, der an alten Erntebräuchen stark beteiligt war. Nach altem Brauch fällte die Burschenschaft zu diesem Anlass heimlich einen Baum im Wald, der kaum hoch genug sein konnte. Mit viel Mühe brachten die jungen Männer ihn dann ins Dorf. Dort wurde er mit einer in Tracht gekleideten, lebensgroßen Strohpuppe – dem Kischtamichl – gekrönt. Zwei kecke Federn flatterten am Hut, und damit der Michl nicht verhungerte und verdurstete, wurde ihm sinnbildhaft ein Krapfen in die eine Hand und eine Schnapsflasche in die andere Hand mitgegeben. Der Michl war sehr „schneidig“ beieinander, denn er sollte sich vor niemandem schämen müssen. Dann begann die schwere Arbeit des Aufstellens; mit vielem Hauruck – Geschrei, viel Kraftaufwand und auch viel Geschick wurde der Michlbaum an einer geeigneten Stelle aufgerichtet. Nun mussten die Burschen den Baum, den Stolz des Dorfes, bewachen, denn die Nachbarn waren darauf aus, den Michl zu stehlen, und das wäre eine große Schande gewesen. Deshalb, wehe dem, der es wagte dem Baum zu nahe zu treten. Diese Gelegenheit nutzten die Burschen der Nachbardörfer zu einem anfangs sportlichen Wettkampf. Das freundschaftliche Ranggeln endete allerdings meist mit großen und auch groben Raufereien. Trotz aller Vorsicht der Wächter, aber eben in einem ziemlich angetrunkenen Zustand gelang es doch mancherorts den Michl zu stehlen, der dann zum Gespött im Nachbardorf kopfüber auf dem dortigen Kischtamichlbaum aufgehängt wurde. |
|||
| |
|||
| Web by oberkofler.com | Impressum | Privacy | |||